BUCHCOVERREZENSION
Gerber.m Blarnia

Michael Gerber –

Die Chroniken von Blarnia

Familie Perversie hat vier Kinder, Pete, Sue, Ed und Loo. Da die Zeiten schlecht sind, verkaufen die Eltern ihren Nachwuchs, für medizinische Testzwecke an einen zwielichtigen Professor, der auch prompt hormonelle Experimente an ihnen vornimmt. Natürlich versuchen Bälger, sich zu wehren. Die Gegenwehr gipfelt in Einfällen, da träumen nur Leute von, die ihre Jacke hinten zugeknöpft bekommen. Wie es der Zufall will, finden die Kinder, auf der Flucht vor dem experimentierfreudigen Medizinmann, einen alten Kleiderschrank und einen Zugang zum Land Blarnia. Dort herrscht der Ausnahmezustand in Form der Feisten Hexe, mit dem Gewicht einer S-Tonne, ein unstillbaren Appetit und dem Drang widerspenstige Untertanen in Buttercremestatuen zu verwandeln. Außerdem hat die gute Frau das Wetter auf dem Stand des ewigen Winters festgehalten, weil sie im Sommer so fürchterlich schwitzt. In diesem Land sollte man Teetrinken entweder vermeiden oder gut entscheiden, was in den Tee soll ... Zitrone, Zucker, KO-Tropfen. Als Opposition tritt der Kater Asthma auf, der eigentlich Jesus ist und von Loo, auf Autogrammjagd,  fälschlich für Janis Joplin gehalten wird, da sein Name mit J beginnt und mit S endet. Da der Autor, bzw. der Große Lektor es so beschlossen hat, sollen die Gören eine Rolle in der Intifada des Katzentieres spielen, und so werden sie schon herbeigesehnt von den Biberinnen Naomi und Ruth, die alles erwarten, nur nicht so eine schwachsinnige Ansammlung von kleinwüchsigen Atomssöhnen und Ewaldstöchtern. Man kann sich seine Verbündeten halt nicht aussuchen. Es kommt, wie es kommen muß zur Auseinandersetzung mit Der Feisten Hexe und ihrer Anhängerschaft. Der Große Lektor weist darauf hin, das gewisse Parallelen mit einem Buch, daß vor siebzig Jahren erschienen ist, nicht gewollt sind, er aber auf eine Klage verzichtet. Er verzeiht dem Autor, der solange gewartet hat, um mit seinem Buch auf der Erfolgswelle des Schreibers dieser Lektüre mitzuschwimmen.

(Deutsche Erstausgabe 2005 Goldmann)